Hohe Einspeisevergütungen

RWI: Ineffiziente Solarförderung kostet Verbraucher Milliarden

Die staatliche Förderung von Photovoltaikanlagen kostet nach Berechnungen des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) die Verbraucher Milliarden und ist wenig effizient. Demnach würden weder viele Arbeitsplätze geschaffen noch der CO2-Ausstoß gesenkt.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - Bereits bis Ende dieses Jahres würden Zahlungsverpflichtungen für Stromkunden von rund 20 Milliarden Euro auflaufen, heißt es in einer Studie des Essener Instituts, die im Januar veröffentlicht werden soll und aus der die "Berliner Zeitung" (Montagausgabe) zitiert. Nach den derzeitigen Fördersätzen würden bis 2010 bereits 28 Milliarden Euro an Kosten entstehen, bis 2020 sogar 57 Milliarden. Diese Summen ergeben sich aus dem Erneuerbare Energien-Gesetz (EEG), das den Betreibern von Solarstromanlagen über 20 Jahre hohe Einspeisevergütungen garantiert, die auf die Stromrechnungen der Verbraucher umgeschlagen werden.

RWI-Studienleiter Manuel Frondel kritisierte die Photovoltaikförderung: "Die EEG-Novelle 2004 führte zu einer starken Stimulation der Nachfrage, die der Solarindustrie staatlich garantierte Traumrenditen beschert." Elementare Ziele würden aber durch das EEG nicht erreicht. So bemängelt das RWI in seinem Papier, dass weder viele Jobs entstünden noch der Kohlendioxidausstoß effektiv gesenkt werde.