Gewinnerwartung gesenkt

RWE wird wegen US-Börsengang weniger verdienen als erwartet

RWE wird im laufenden Jahr weniger Geld verdienen als bislang erwartet. Das Unternehmen wird die Aktien seiner US-Tochter American Water zu einem geringeren Preis als bislang geplant an die New Yorker Börse bringen und muss deshalb die Gewinnerwartung für das laufende Jahr reduzieren.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Essen (ddp/sm) - Platziert würden nun 58 Millionen Aktien von American Water zum Preis von je 21,50 US-Dollar, teilte der Essener DAX-Konzern in der Nacht zum Mittwoch mit. Bisher waren laut dem Anfang April bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereichten Dokument 24 bis 26 US-Dollar als Emissionspreis angepeilt worden. Am Vortag hatte sich auf diesem Niveau jedoch eine zu geringe Nachfrage angedeutet, und potenzielle Investoren hatten auf einen Preis von 21 bis 22 US-Dollar gedrängt. Das Volumen der nun zu platzierenden 58 Millionen Aktien entspricht 36 Prozent der Anteile an dem Wassderdienstleister. Die Aufnahme des Handels von American-Water-Aktien ist für den 23. April vorgesehen. Der Erlös aus dem Börsengang von 1,2 Milliarden US-Dollar (0,8 Milliarden Euro) fließt RWE zu.

Die Platzierung der Aktien führt zu einer Ergebnisbelastung bei RWE in der Größenordnung von bis zu 0,6 Milliarden Euro. Die bislang prognostizierte Steigerung des Nettoergebnisses im Jahr 2008 um mehr als zehn Prozent kann deshalb nicht aufrecht erhalten werden. RWE erwartet nunmehr ein Nettoergebnis leicht unter Vorjahresniveau. Im Jahr 2007 hatte der Versorger einen Nettogewinn von 2,66 Milliarden Euro erzielt. Das betriebliche Ergebnis sowie das für die Bemessung der Dividende maßgebliche nachhaltige Nettoergebnis von RWE bleiben von der nun reduzierten Gewinnprognose unberührt.