Leistungssteigerung

RWE will offenbar AKW Gundremmingen frisieren

Eine vom Energiekonzern RWE beantragte Leistungssteigerung beim schwäbischen Kernkraftwerk Gundremmingen ist von der SPD im bayerischen Landtag als unverantwortlich bezeichnet worden. Das Frisieren technischer Anlagen gehe fast immer zu Lasten der Sicherheit, warnte der SPD-Energieexperte Ludwig Wörner am Sonntag in München.

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München (dapd/red) - Das sei bei einem Kernkraftwerk nicht akzeptabel, so Wörner. Er sei auch deswegen beunruhigt, weil das AKW Gundremmingen in der Vergangenheit wegen defekter Brennelemente mehrfach negativ aufgefallen sei. Wörner befürchtet angesichts des beschlossenen Atomausstiegs, "dass hier auf Kosten der Sicherheit noch einmal der große Reibach gemacht werden soll".

Kerntechnischer Teil sei nicht betroffen

An die schwarz-gelbe Landesregierung appellierte er, den Antrag von RWE in jedem Fall abzulehnen. Eine Sprecherin des Umweltministeriums entgegnete, dass der kerntechnische Teil der Anlage von der beantragten Modifikation gar nicht betroffen sei. "Die Sicherheit ist oberstes Gebot", betonte sie.

Plan stammt ursprünglich aus 2001

RWE hatte laut SPD bereits 2001 einen entsprechenden Antrag zur Leistungssteigerung des Kernkraftwerks Gundremmingen gestellt. Der Energiekonzern hält an diesen Plänen weiterhin fest.