Großes Potential

RWE will Meeresströmungsenergie entwickeln

RWE Innogy und Voith Hydro haben gemeinsam ein Unternehmen zur Entwicklung der Meeresströmungstechnologie gegründet. Beide Partner wollen mit dem neuen Unternehmen die Entwicklung, Produktion und Vermarktung der Meeresströmungstechnologie beschleunigen, wie RWE heute mitteilte.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Heidenheim/Essen (sm) - Voith Hydro hält 80 Prozent an der "Voith Hydro Ocean Current Technologies", die RWE-Tochter die übrigen 20 Prozent. Das von den Partnern für die kommenden Jahre zugesagte Investitionsvolumen betrage mehr als 30 Millionen Euro. Ziel ist die

"Wir sind überzeugt: Meeresströmungskraftwerke, und damit erneuerbare Energie aus dem Meer, werden ein wichtiger Baustein im Energiemix der Zukunft sein", sagt Hubert Lienhard, Vorstandsvorsitzender der Voith AG. Auch RWE Innogy-Chef ist vom Potenzial der Technologie überzeugt: "Meeresströmungen fließen kontinuierlich und lassen sich daher sehr genau vorhersagen. Damit ist auch die eingespeiste Strommenge wesentlich besser prognostizierbar als die anderer erneuerbarer Energieträger."

Voith Hydro arbeitet bereits seit 2005 an Meeresströmungstechnologien. Bis Ende 2009 will das Unternehmen einen 110-Kilowatt-Prototyp einer Meeresströmungsturbine vor der Küste Südkoreas installieren. Auch RWE Innogy ist bereits bei der Stromerzeugung aus Meeresenergie bereits aktiv. Noch 2009 soll mit der Errichtung eines 4Megawatt-Wellenkraftwerks vor der schottischen Küste begonnen werden. Darüber hinaus bestehen Pläne für den Bau eines 10,5 Megawatt-Meeresströmungskraftwerks vor der walisischen Küste für das Jahr 2012.