Beteiligung und Kraftwerksbau

RWE will in türkischen Strommarkt einsteigen

RWE will sich an einem türkischen Stromerzeuger beteiligen und gemeinsam mit diesem weitere Kraftwerke bauen. Darüber hinaus plant der zweitgrößte deutsche Energiekonzern weitere Investitionen und Projekte, die sich aus der Privatisierung der türkischen Energiewirtschaft ergeben.

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Istanbul (red) - "Die türkische Wirtschaft ist dynamisch und bietet große Wachstumschancen", erklärte RWE-Chef Jürgen Großmann. Das Unternehmen werde mit einer eigenen Landesgesellschaft in der Türkei vertreten sein, das Tochterunternehmen mit Sitz in Istanbul wird in diesen Tagen in das Handelsregister eingetragen.

Da die türkische Regierung in den nächsten Jahren große Teile der überwiegend staatlichen Energieversorgung und Stromerzeugung des Landes privatisieren wolle, prüfe RWE derzeit verschiedene Kooperations- und Investitionsprojekte, die sich daraus ergeben.

Laut RWE sei besonders das Braunkohle-Know-how von RWE Power von Interesse für die türkischen Stromerzeuger. Großmann betont aber auch das große Potenzial des Landes in den Bereichen Wind- und Wasserkraft. Die Bewerbung um die Aufnahme in das Nabucco-Konsortium sei ein wichtiger Teil der Türkei-Strategie von RWE.