Offenheit

RWE will für mehr Transparenz auf Strommarkt sorgen

Ab Juli will RWE innerhalb einer Stunde via Internet mitteilen, wenn es einen ungeplanten Ausfall in einem Kraftwerksblock gegeben hat. Zudem soll angezeigt werden, wie lange die Störung voraussichtlich anhält. Auch die Einspeisewerte sollen künftig online nachzulesen sein.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Antwerpen/Essen (ddp/sm) - Der Essener Energieversorger RWE will für mehr Transparenz in der Stromproduktion und -lieferung sorgen. So werde RWE Power ab dem 1. Juli Daten über ungeplante Kraftwerksausfälle für jeden Kraftwerksblock innerhalb einer Stunde auf einer Internetseite zugänglich machen, teilte RWE-Vorstandsmitglied Ulrich Jobs am Montag auf einer Tagung der europäischen Energiewirtschaft in Antwerpen mit. Mit diesem Schritt wolle man "das Vertrauen in die Preismechanismen auf dem europäischen Markt stärken", erklärte Jobs.

Zugleich veröffentliche RWE Power eine Einschätzung, wie lange die Dauer des Ausfalls betragen kann, hieß es. Diese Einschätzung soll den Angaben zufolge auf historischen Erfahrungswerten basieren, die bei ähnlichen Störfällen gesammelt wurden.

Die RWE-Tochter RWE Transportnetz Strom will zudem die Information der Marktteilnehmer über die aktuelle Lage im Übertragungsnetz verbessern. Dazu sollen unter anderem zusätzlich Daten zur Windstromeinspeisung im Internet bekannt gegeben werden.

Überdies sollen ab 2008 die Einspeisewerte jedes einzelnen Kraftwerks im RWE-Erzeugungspark mit einer Leistung von mehr als 100 Megawatt online nachzuvollziehen sein. Damit sollen den Marktteilnehmern wichtige Anhaltspunkte über die aktuelle Angebotssituation gegeben werden, wie es hieß.

RWE ist eines der führenden Strom- und Gasunternehmen in Europa. Das Unternehmen beschäftigt rund 69 000 Mitarbeitern und erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund 44 Milliarden Euro.