Ankündigung

RWE will Börsengang von American Water noch im April

RWE will einen ersten Anteil seiner US-Wassertochter American Water noch im April an die Börse bringen. Dies kündigte der Vorstandsvorsitzende Jürgen Großmann am Donnerstag auf der Hauptversammlung an. "Wir haben mit der Vermarktung von 40 Prozent unseres Anteils begonnen", sagte er.

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Essen (ddp/sm) - Die Aktien sollen in einer Spanne zwischen 24 und 26 Dollar angeboten werden. Der Wasserversorger will zunächst 64 Millionen Aktien ausgeben, was 40 Prozent der Anteile entspricht. Einschließlich einer Mehrzuteilungsoption stehen sogar 46 Prozent zum Verkauf. Dies entspricht einem Volumen von 1,9 Milliarden Dollar. RWE hatte den Börsengang eigentlich schon 2007 geplant, ihn aber wegen des schlechten Börsenumfeldes verschoben.

Großmann bekräftigte das Ziel, eine Mehrheit der Wassertochter noch in diesem Jahr abzugeben. Sollte dies gelingen, werde RWE wie angekündigt 70 bis 80 Prozent des Nettoergebnisses als Dividende ausschütten.

Der Vorstandsvorsitzende bekräftigte zugleich die RWE-Ergebnisprognose für 2008. Das Betriebsergebnis werde mindestens auf Vorjahresniveau liegen. Das Nettoergebnis - auch das bereinigte - werde um mehr als zehn Prozent steigen. Großmann wiederholte auch die mittelfristigen Ziele bis 2012. Danach soll das Betriebsergebnis im Schnitt um fünf Prozent pro Jahr zulegen, das bereinigte Nettoergebnis um durchschnittlich fünf bis zehn Prozent.

Großmann bekräftigte, dass RWE trotz des Ergebnisdrucks entschlossen sei, am Netzgeschäft festzuhalten. "Wir glauben, dass es trotz des stärkeren Regulierungsdrucks attraktiv bleiben kann und dass wir auch für die Kunden der beste Eigentümer sind", sagte er. Das Zusammenwachsen der europäischen Strom- und Gasmärkte brauche allerdings eine noch stärkere Kooperation zwischen den Netzbetreibern.