Prognose gekappt

RWE verzeichnet Gewinneinbruch wegen Energiewende

Der geplante Ausstieg aus der Atomenergie verhagelt dem Essener Versorger RWE die Bilanz. Die im Februar abgegebene Prognose musste wegen der Energiewende korrigiert werden. Nun will der Konzern sein Grundkapital erhöhen und zusätzliche Beteiligungen verkaufen, um sich Geld zu beschaffen.

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Essen (dapd-nrw/red) - So sollten die Ausgabe neuer Anteile und der Verkauf von RWE-Aktien aus dem Konzernbesitz 2,5 Milliarden Euro einbringen, wie der Konzern mitteilte. Zudem sollten bis Ende 2013 Beteiligungen für elf Milliarden statt wie bisher geplant acht Milliarden Euro abgestoßen werden. Im März 2012 werde ein neues Programm zur Effizienzsteigerung folgen, hieß es. Zudem kappte RWE die Prognose: Der Konzern rechnet nun mit einem um 35 Prozent schwächeren nachhaltigen Nettoergebnis als im Vorjahr.

Umsatz stabil, Nettogewinn eingebrochen

Der Nettogewinn sei im ersten Halbjahr 2011 um 39 Prozent auf knapp 1,7 Milliarden Euro eingebrochen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. RWE bezifferte die Belastungen aus Laufzeitverkürzung und Kernbrennstoffsteuer auf rund 900 Millionen Euro in den ersten sechs Monaten des Jahres. Der Umsatz blieb mit 27 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum hingegen nahezu stabil.