Gewinne in Milliardenhöhe

RWE verspricht Preissenkung bei längeren AKW-Laufzeiten

RWE will mit den Gewinnen, die im Falle von Laufzeitverlängerungen der bestehenden Atomkraftwerke entstehen würden, die Strompreise senken und so seine Kunden entlasten. Zudem soll ein Teil der Profite in die Förderung der Energieeffizienz und den Ausbau der Erneuerbaren Energien investiert werden, so das Unternehmen.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Essen (red) - RWE teilt mit, die "wirtschaftlichen Vorteile" aus dem Weiterbetrieb der Kernenergie "in geeigneter Form" zu nutzen, die Kunden zu entlasten. Bei einer Verlängerung der Laufzeiten der bestehenden Kernkraftwerke sei das Unternehmen bereit, "sofort und vorbehaltlos" mit den zuständigen Stellen Gespräche aufzunehmen.

Zusätzlich sei RWE bereit, "im Rahmen solcher neuer Energiekonsensgespräche – die wir ausdrücklich begrüßen – Mittel aus einer Laufzeitverlängerung für die Förderung der Energieeffizienz, zum Ausbau der Erneuerbaren Energien, zur Forschung und Entwicklung oder anderer von der Bundesregierung zu bestimmender Ziele zur Verfügung zu stellen", betont RWE-Chef Jürgen Großmann. Ob aus solchen Mitteln dann auch Sozialtarife finanziert werden sollen, sei dann von Bund, Länder und Kommunen zu entscheiden.

Eine Laufzeitverlängerung um 25 Jahre würde eine zusätzliche volkswirtschaftliche Wertschöpfung von 250 Milliarden Euro erbringen, dies seien umgerechnet auf jeden Bundesbürger rund 3.000 Euro, rechnet RWE vor. Damit hätte eine Laufzeitverlängerung eine preisdämpfende Wirkung und erhebliche positive Umwelt- und Klimaeffekte."