Keine Hilfe bei Angriff

RWE verliert offenbar Übernahmeschutz

RWE verliert einem Bericht zufolge seinen Schutz vor einer feindlichen Übernahme. Zum einen können die kommunalen Anteilseigner ihre Sperrminorität von 25 Prozent nicht mehr aufrechterhalten, zum anderen habe sich die Hoffnung zerschlagen, per Gesetz vor dem Zugriff ausländischer Staatsfonds geschützt zu werden.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Hamburg (ddp.djn/sm) - Der "Financial Times Deutschland" zufolge teilte die Bundesregierung dem RWE-Vorstandsvorsitzenden Jürgen Großmann mit, dass sie "im Falle eines Angriffs nicht helfen kann". Wegen ihres hohen Eigenkapitals und ihrer starken Marktposition gelten die beiden größten deutschen Energiekonzerne E.ON und RWE grundsätzlich als attraktive Kaufziele.

Lange Jahre war der Essener RWE-Konzern durch seine kommunalen Aktionäre geschützt. Diese hielten einst bis zu 30 Prozent, seit Monaten schrumpft dieser Anteil allerdings stetig. Mittelfristig wollen die Kommunen nun mindestens noch jene gut 15 Prozent halten, die sie aus steuerlichen Gründen gebündelt haben. RWE wollte den Zeitungsbericht am Morgen auf Anfrage der Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires nicht kommentieren.