Weniger verdient

RWE verdient weniger, hält aber an Jahresprognose fest

RWE hat in den ersten neun Monaten dieses Jahres Rückgänge bei Umsatz und Ergebnis verzeichnet. Das Unternehmen führte die Entwicklung auf sinkende Ölpreise und eine enttäuschende Ertragslage im britischen Geschäft zurück. Die Ergebnisprognose bekräftigte der deutsche Branchenzweite bei der Vorlage des Quartalsberichts jedoch.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Essen (ddp/red) - In den ersten drei Quartalen 2009 sank der Umsatz des DAX-Konzerns gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2 Prozent auf 33,8 Milliarden Euro. Ohne Wechselkurseffekte wären die Erlöse stabil geblieben, hieß es vom Unternehmen. Das betriebliche Ergebnis fiel von Januar bis Juni um 4 Prozent auf 5,53 Milliarden Euro. Beide Werte lagen unter den Analystenschätzungen. Das nachhaltige, also um Sondereffekte bereinigte Nettoergebnis sei um 7 Prozent auf 2,87 Milliarden Euro zurückgegangen, teilte der Konzern weiter mit.

RWE will den Worten des Vorstandsvorsitzenden Jürgen Großmann zufolge die Rückgänge im laufenden letzten Quartal des Jahres wieder aufholen. Damit bekräftigte das Unternehmen das Jahresziel. Das betriebliche Ergebnis und das nachhaltige Nettoergebnis sollen 2009 auf Vorjahresniveau liegen. 2008 hatte RWE bei einem Umsatz von 49 Milliarden Euro ein betriebliches Ergebnis von 6,8 Milliarden Euro und ein nachhaltiges Nettoergebnis von 3,4 Milliarden Euro erwirtschaftet.

Bei der Zielsetzung ist die Übernahme der niederländischen Essent RWE zufolge noch nicht eingerechnet. Der Zukauf werde im vierten Quartal einen Beitrag von etwa 100 Millionen Euro zum betrieblichen Ergebnis leisten, hieß es.

Den Rückgängen beim betrieblichen Ergebnis in Großbritannien und bei der Gas- und Ölfördersparte Dea wirkte der Erfolg der Handelssparte entgegen. Diese verdoppelte den Angaben zufolge ihr Ergebnis auf 760 Millionen Euro. Die Stromerzeugung, die rund die Hälfte zum Konzernbetriebsergebnis beisteuert, steigerte ihren Spartengewinn wegen höherer Preise um vier Prozent.