Synergieeffekte

RWE und Vodafone nutzen Glasfaser gemeinsam

Das hat Vorteile sowohl für den Mobilfunk- als auch für den Stromanbieter: Durch die gemeinschaftliche Nutzung der Glasfasernetze kann einerseits Vodafone sein LTE-Netz schneller ausbauen, RWE hingegen hat Vorteile beim Aufbau der neuen intelligenten Stromnetze.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf (red) - Der Stromanbieter RWE und der Mobilfunker Vodafone möchten künftig ihre Zusammenarbeit stärken. Im Rahmen eines ersten Pilotprojekts wurde bereits ein Glasfasernetz in Calenberg (Kreis Höxter) errichtet. Als nächstes Projekt sollen im Frühjahr 2011 drei Gemeinden und ein Gewerbepark in Rheinland-Pfalz mit Glasfaser erschlossen werden.

Schnelles Internet fürs flache Land

Mit der Zusammenarbeit streben RWE und Vodafone an, vor allem in ländlichen Regionen Glasfaseranbindungen zu verlegen. Über die Netztrassen von RWE Deutschland lassen sich per Glasfaser an geeigneten Standorten auch Mobilfunkstandorte anbinden. So kann Vodafone sein LTE-Versorgungsnetz schneller aufbauen.

Vorteile auch für den Stromanbieter

Auch die Stromnetze stehen derzeit vor enormen Herausforderungen: Um zunehmende Energieangebote aus dezentralen und erneuerbaren Quellen und die immer flexiblere Energienachfrage besser aufeinander abzustimmen, modernisiert RWE nach und nach das Versorgungsnetz. Der Zusammenschluss von Energienetz und Telekommunikation birgt dabei große Synergieeffekte. Dazu zählt neben einer Breitbandversorgung auch der Aufbau von Smart Grids-, Smart Meter- und sämtlicher Smart Home-Lösungen. Schwankende Stromaufkommen können somit nicht nur aufgefangen, sondern darüber hinaus auch präzise gesteuert werden.