Einigung

RWE und VNG zahlen 22,5 Millionen an Treuhand-Nachfolge

Die Energieunternehmen RWE und Verbundnetz Gas AG (VNG) zahlen für den Erwerb von zwei Versorgungsunternehmen aus dem DDR-Volksvermögen im Jahr 1990 insgesamt 22,5 Millionen Euro an die Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben (BvS) nach.

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Leipzig (ddp-lsa/sm) - Auf diesen Vergleich einigten sich am Dienstag alle Parteien vor dem Landgericht Leipzig. Die Treuhand-Nachfolgebehörde BvS hatte ursprünglich rund 84 Millionen Euro für den Kauf der Gasversorgung Sachsen-Anhalt (GSA) und der Gasversorgung Leipzig (GVL) gefordert. Beide Unternehmen waren nach der Wiedervereinigung 1990 aus ehemaligen DDR-Kombinaten herausgelöst und privatisiert worden.

Mit dem Vergleich sind den Angaben zufolge alle Forderungen der BvS aus diesem Kauf abgegolten, auch Zinsen wurden pauschal in die Summe eingerechnet. Von der Gesamtsumme entfallen 11,8 Millionen Euro auf den Essener RWE-Konzern und 10,7 Millionen Euro auf die Leipziger VNG.

Gegenstand des Streits waren noch fällige Restzahlungen, da Anfang der 90er Jahre lediglich ein vorläufiger Kaufpreis vereinbart worden war. Der endgültige Betrag sollte erst im Nachhinein per Gutachten festgelegt werden, dazu kam es aber nicht. Die BvS verklagte daraufhin die beiden Energieunternehmen.