Ohne Zerwürfnis

RWE und Steag begraben gemeinsame Kraftwerkspläne

Die Energieunternehmen RWE und Steag haben ihre Pläne für den gemeinsamen Bau neuer Kraftwerke begraben. Das sagte eine Sprecherin von RWE Power am Samstag auf Anfrage und bestätigte damit einen Bericht der Essener "Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung" (Samstagausgabe).

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Essen (ddp-nrw/sm) - Beide Unternehmen verfolgten ihre angekündigten Kraftwerksprojekte nun allein weiter. In anderen Bereichen wollten beide Unternehmen allerdings nach wie vor weiter zusammenarbeiten.

Die Zeitung hatte berichtete, die Gespräche zur Bildung einer solchen Gesellschaft seien von RWE und der RAG-Tochter Steag einvernehmlich beendet worden. Allerdings gebe es zwischen den langjährigen Partnern RWE und der RAG-Tochter Steag kein Zerwürfnis. Vielmehr seien die Vorstellungen bei dem Kooperationskonzept zu unterschiedlich und nicht unter einen Hut zu bringen gewesen. RAG-Chef Werner Müller habe zuletzt auf mehr Tempo gedrungen und darauf, dass RWE konkrete Aussagen über die Realisierung neuer gemeinsamer Kraftwerksprojekte mache.

Die Steag halte bereits seit langem fünf durchgenehmigte Baugrundstücke für derartige Projekte bereit. RWE dagegen habe angesichts der Tragweite und des großen internen Abstimmungsbedarfs solcher Planungen keine "Schnellschüsse" wagen wollen.

RWE will der Zeitung zufolge von der Steag das Unternehmen Saar Ferngas übernehmen. Der regionale Versorger hat den Angaben nach 52 regionale und lokale Energieversorgungsunternehmen sowie 20 Industriebetriebe und Kraftwerke als Kunden. Im vergangenen Jahr beschäftigte das Unternehmen etwa 140 Mitarbeiter. 2004 lag der Umsatz der Saar Ferngas bei etwa einer Milliarde Euro.