Entwicklung von Brennstoffzellen

RWE und Nuvera vereinbaren europaweite Zusammenarbeit

RWE goes future: Zusammen mit dem amerikanischen Brennstoffzellenhersteller Nuvera will der Essener Energieversorger Brennstoffzellenanlagen in Europa vertreiben.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com
Die RWE Plus AG (Essen) und das US-Unternehmen Nuvera Fuel Cells, Inc. (Cambridge), ein Hersteller von Brennstoffzellen, wollen ein Joint Venture zum Vertrieb von Brennstoffzellenanlagen in Europa gründen. Das gaben die Unternehmen heute bekannt. Die Partner wollen Brennstoffzellenanlagen auf der Basis von Kraft-Wärme-Kopplung mit einer elektrischen Leistung bis zu 50 Kilowatt entwickeln, herstellen und vertreiben. Die Anlagen sollen im Hausenergiebereich und für kleinere Gewerbeanwendungen eingesetzt werden. Ziel des Joint Ventures ist der kommerzielle Vertrieb der Produkte ab 2004.


Das exklusive Joint Venture bezieht sich auf Brennstoffzellenanlagen des Typs Polymer-Elektrolyt-Membran-Brennstoffzelle (PEMFC), die u.a. mit Erdgas und Propangas betrieben werden können. Ab Mitte 2002 sind in Deutschland Feldversuche zur Optimierung der Anlagen geplant. Darüber hinaus werden die Partner weitere Anwendungen, z.B. in der Telekommunikation, bei denen eine besonders hohe Qualität in der Stromversorgung gesichert sein muss, prüfen. "Im Laufe der nächsten zehn Jahre wird sich der Anteil dezentraler Stromerzeugungsanlagen von etwa 15 auf 30 Prozent erhöhen", so Manfred Remmel, Vorstandsvorsitzender der RWE Plus AG: "Wir wollen uns stärker als bisher im Bereich der dezentralen Stromerzeugung positionieren. Die Brennstoffzelle hat eine entscheidende Bedeutung für RWE Plus." Und auch Mark Brodsky, Vorstandsvorsitzender von Nuvera Fuel Cells Inc., ist von der Zusammenarbeit begeistert: "Durch unsere Partnerschaft mit RWE beabsichtigen wir, unsere technische Wissensbasis zu erweitern und unsere Fähigkeit zum Vertrieb von Brennstoffzellenanlagen in Europa so zu erhöhen, dass wir den schnell wachsenden Bedarf unserer Kunden umweltfreundlicher, dezentral verfügbarer Energie decken können."


Die PEMFC-Brennstoffzelle weist bei geringem Gewicht eine hohe Leistungsdichte auf. Sie benötigt Luftsauerstoff und Wasserstoff als Reaktionsgase. Bei Einsatz von z.B. Erdgas als Brennstoff wird der Wasserstoff mit Hilfe eines Reformers erzeugt. Als Elektrolyt kommt eine protonenleitende Membran zum Einsatz. Die Leistungsabgabe einer PEMFC-Brennstoffzelle lässt sich mit sehr großer Dynamik regeln. Daher eignet sie sich hervorragend für die dezentrale Energieversorgung und den mobilen Einsatz.