Verkauf

RWE und Eon geben Anteile an Luxemburger Energieversorger auf

Die beiden deutschen Energieversorger RWE und Eon haben sich beide von ihren Anteilen an dem Luxemburger Energieversorger Enovos getrennt. Beide Unternehmen haben mit herben Verlusten im Zuge der Energiewende zu kämpfen. Über den Kaufpreis wurde noch nichts bekannt.

RWE

Frankfurt (dpa-AFX/red) - Die mit den Folgen der Energiewende kämpfenden Versorger RWE und Eon bessern ihre Kassen durch einen Verkauf auf. Sie trennen sich von ihren Minderheitsanteilen am Luxemburger Energiekonzern Enovos International, der auch in Deutschland aktiv ist. Es sei ein Kaufvertrag mit einem Bieterkonsortium unter der Führung des Großherzogtums Luxemburg und der Investmentgesellschaft Ardian unterzeichnet worden, gaben die Konzerne gemeinsam am Mittwoch bekannt. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden.

RWE und Eon hielten gemeinsam rund 30 Prozent am Unternehmen

RWE hielt den Angaben zufolge 18,4 Prozent an Enovos, Eon kam demnach auf zehn Prozent. Laut der Eigendarstellung von Enovos arbeiten 1.400 Mitarbeiter in der Gruppe. Der Umsatz 2014 wird bei knapp 2,6 Milliarden Euro ausgewiesen. Größte Anteilseigner sind bereits der Staat Luxemburg und Ardian. Weitere Anteile hält unter anderem die Stadt Luxemburg.

Verkauf unter Vorbehalt

Der Anteilsverkauf soll im ersten Quartal des kommenden Jahres abgeschlossen werden. Das Geschäft steht den Angaben zufolge aber noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Stadtrates der Stadt Luxemburg, des RWE-Aufsichtsrates sowie der zuständigen Kartellbehörden. Die am Mittwoch ohnehin starken Aktien von RWE und Eon zogen nach Bekanntgabe noch etwas an und lagen zuletzt jeweils mehr als vier Prozent im Plus.