Erdgas

RWE und E.ON planen Einstieg in Erdgas-Pipeline

Unter den vier Favoriten für einen Einstieg bei der Erdgaspipeline Nabucco, die Europa mit dem Schwarzen Meer und der Kaspischen See verbinden soll, sind auch die beiden deutschen Energiekonzerne E.ON und RWE. Mit der 3400 Kilometer-Pipline soll Europas Abhänigkeit von russischem Erdgas verringert werden.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Ankara (ddp/sm) - Ein Vertreter des staatlichen türkischen Pipeline-Betreibers Botas bestätigte gestern am Rande einer Energiekonferenz in Ankara, das E.ON und RWE unter den Favoriten für den Pipeline-Einstieg sind. Auf den vorderen Plätzen lägen außerdem die französischen Energiekonzerne Gaz de France und Total.

Um die Finanzierung der knapp 3400 Kilometer langen Gaspipeline zu erleichtern, mit der die Abhängigkeit Europas von den russischen Erdgasimporten verringert werden soll, suche das aus fünf Partnern bestehende Konsortium einen sechsten Partner. Nach Angaben des Botas-Vertreters wird eine Entscheidung im Spätsommer oder kurz darauf bekannt gegeben. Die vier genannten Konzerne hätten die besten Vorschläge übermittelt. Die Pipeline soll 2011 oder 2012 in Dienst gehen.