Codename Akropolis

RWE-Umbau: 1000 Stellen fallen weg

Hinter den Kulissen des größten deutschen Energiekonzerns RWE brodelt es gewaltig. Unter dem Codenamen "Akropolis" arbeitet das Management derzeit an der Halbierung der Führungsgesellschaften. Über konkrete Pläne berichtet jetzt die WAZ. So soll die neue Struktur schon zum 1. Oktober wirksam werden und 1000 Stellen wegfallen.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Einem Bericht der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung WAZ zufolge geht der Umbau des größten deutschen Energieversorgers RWE mit dem Abbau von bis zu 1000 Stellen überwiegend in zentralen Steuerungsbereichen einher. Am 26. Juni soll der Aufsichtsrat über die Umstrukturierung, die derzeit unter dem Codenamen "Akropolis" vorbereitet wird, entscheiden. Schon zum 1. Oktober 2003 soll die neue Struktur wirksam werden und mehrere hundert Millionen Euro sparen, berichtet die WAZ weiter.

Geplant ist die Errichtung einer neuen Führungsgesellschaft in der Stromerzeugung mit Standort in Köln, in der neben der Kölner Rheinbraun AG und RWE Power auch die Dortmunder Harpen AG eingebunden werden soll. Der derzeitige Rheinbraun-Chef Berthold Bonekamp und Antonius Voss werden als Vorstandsvorsitzender und Finanzchef gehandelt. Hier sollen etwa 15 000 Mitarbeiter arbeiten.

Die Vertriebszentrale entsteht in Dortmund aus dem Zusammenschluss der Gesellschaften RWE Plus, RWE Gas, RWE Net und RWE Solutions. Hier werden mehr als 42 000 Mitarbeiter einen Umsatz von über 22 Milliarden Euro erwirtschaften. Unter dem Vorstandsvorsitz von Heinz-Werner Ufer sollen sechs Regionalgesellschaften arbeiten, die größte davon entsteht in Essen.

Mit diesen Umstrukturierungen halbiert der Energieriese die Zahl seiner Führungsgesellschaften auf sieben. Der neue RWE-Chef Harry Roels plant nach WAZ-Informationen eine regionale Ausgewogenheit, um die Stärken offensiv zur Geltung bringen zu können und näher und schlagkräftiger an die Kunden zu rücken.

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