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RWE-Strompreiserhöhung: Bund der Energieverbraucher legt Beschwerde beim Bundeskartellamt ein

Gegen die Strompreiserhöhung, die der Energiekonzern RWE zum 1. Juli angekündigt hat, hat der Bund der Energieverbraucher Beschwerde beim Bundeskartellamt eingereicht. Aribert Peters, Vorsitzender des Bundes, fordert daher alle Kunden auf, sich zu wehren und den Stromanbieter zu wechseln. Vom Kartellamt erwartet er eine schnelle Reaktion.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Der Bund der Energieverbraucher hat gegen die Strompreiserhöhung, die der Stromkonzern RWE zum 1. Juli angekündigt hat, Beschwerde beim Bundeskartellamt eingereicht. Die Organisation hat errechnet, dass ein Singlehaushalt mit 1500 Kilowattstunden Jahresverbrauch künftig 15 Euro (5 Prozent) und ein Vielverbraucherhaushalt mit 8000 Kilowattstunden Jahresverbrauch 80 Euro (6,6 Prozent) mehr zahlt. Eine Durchschnittsfamilie mit 3500 Kilowattstunden Jahresverbrauch muss 20 Euro oder 3,4 Prozent mehr zahlen.

"RWE tanzt den Kunden auf der Nase herum. Trotz historischer Höchstgewinne werden die Preise erhöht. Kunden sollten sich wehren und den Stromversorger schnellstens wechseln. Dadurch lassen sich je nach Region sogar die Stromkosten senken", rät Aribert Peters, Vorsitzender des Bundes der Energieverbraucher. "Es ist ein offenes Geheimnis, dass die Stromfirmen an den Privatkunden am meisten Geld verdienen. Das wird sogar in den Gutachten von Wirtschaftsberatungsfirmen bestätigt. Die Preiserhöhung verhöhnt jedoch nicht nur die Kunden, sondern auch die Kartell- und Stromaufsichtsbehörden", so Peters weiter. Auf seine Beschwerde beim Kartellamt erwartet er eine schnelle Reaktion.

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