Konzernumsatz steigt

RWE: Stromgeschäft wird wieder lukrativer

Der Essener RWE Konzern hat im vergangenen Geschäftsjahr sein Kostensenkungsziel von einer Milliarde Euro erreicht. Das Energiegeschäft lag im vierten Quartal 2000/01 erstmals nach sieben Quartalen über dem des Vorjahres.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com
Der Essener RWE Konzern hat das Geschäftsjahr 2000/2001 (1. Juli 2000 bis 30. Juni 2001) mit einem erheblich verbesserten betrieblichen Ergebnis beendet. Der Zuwachs wird mehr als 35 Prozent gegenüber dem des Vorjahres liegen. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf die Erstkonsolidierung von VEW und Thames Water sowie Rekordgewinne im Mineralölgeschäft zurückzuführen. Aber auch bereinigt um die genannten Konsolidierungseffekte kann ein Zuwachs von etwa fünf Prozent erreicht werden.

Das Energie-Ergebnis liegt wegen der Erstkonsolidierung von VEW über dem des Vorjahres. Unter Einbeziehung von VEW auch in den Vorjahreswert ergibt sich noch ein leichter Rückgang. Im letzten Quartal des Geschäftsjahres gelang es jedoch, den seit sieben Quartalen anhaltenden Negativtrend im Stromgeschäft umzukehren. Trotz hoher Belastungen schloss der Energiebereich in diesem Zeitraum auch bei Einbeziehung von VEW im letztjährigen Quartal über Vorjahresniveau ab. Möglich war dies durch eine konsequente Fortführung des Kostensenkungsprogramms und eine renditeorientierte Preispolitik bei Neuabschlüssen. Zudem hätten sich die Preise auf dem deutschen Strommarkt stabilisiert.

Das Nettoergebnis wird voraussichtlich leicht über dem des Vorjahres liegen. Dafür seien gegenläufige Entwicklungen verantwortlich, heißt es im Geschäftsbericht: Während einerseits ein deutlich erhöhtes betriebliches Ergebnis und steuerliche Entlastungen verzeichnet werden konnten, hätten sich andererseits das neutrale Ergebnis und das Finanzergebnis stark verringert. Der Konzernumsatz wird gegenüber dem Vorjahr um etwa 29 Prozent auf etwa 62 Milliarden Euro zulegen.

Mit Einsparungen in Höhe von etwa einer Milliarde Euro hat RWE das Mitte des vorangegangenen Geschäftsjahres gestartete Kostensenkungsprogramm planmäßig fortgeführt. Mehr als 80 Prozent der Einsparungen wurden im Energiebereich umgesetzt. Bis 2004 sollen Kosteneinsparungen von weiteren 1,55 Milliarden Euro pro Jahr realisiert werden, so dass insgesamt eine Entlastung von jährlich 2,55 Milliarden Euro erreicht wird. Zum 1. Juli 2001 hat RWE im Konzern ein sechsmonatiges Rumpfgeschäftsjahr eingelegt. Es dient der Umstellung des Konzern-Geschäftsjahres auf das Kalenderjahr zum 1. Januar 2002.