Finanzierungsprobleme

RWE steigt aus AKW-Projekt in Bulgarien aus

RWE ist offenbar aus dem Projekt zum Bau eines Atomkraftwerkes in Bulgarien ausgestiegen, wie Medien unter Berufung auf die staatliche bulgarische Energieholding (BEH) berichten. Der Bau des Kernkraftwerkes Belene ist bereits lange umstritten, da die Anlage in einem Erdbebengebiet liegt.

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Sofia (ddp/red) - Als Grund für den Ausstieg aus dem Projekt Belene habe der Konzern Finanzierungsprobleme genannt, sagte die Chefin der nationalen Energieholding Bulgariens am Mittwoch. Zu den Problemen hätten unter anderem die Wirtschafts- und Finanzkrise sowie ein weiterhin fehlender Vertrag mit dem russischen Partner Atomstrojexport geführt. Die Gesellschaft hatte das Atomkraftwerk bauen sollen.

Die seit Ende Juli amtierende neue bulgarische Regierung prüft das Vorhaben in Belene zur Zeit. Sie geht davon aus, dass der Neubau deutlich mehr kosten wird als bislang veranschlagt. Statt vier Milliarden Euro könnte das Projekt demnach bis zu zehn Milliarden Euro kosten. RWE ist an der Projektgesellschaft für das Atomkraftwerk Belene an der Donau zu 49 Prozent beteiligt. Den Rest hält der bulgarische Staat.