Ziel übertroffen

RWE steigert betriebliches Konzernergebnis

RWE hat heute in Essen den Geschäftsbericht für das vergangene Jahr vorgelegt: Das betriebliche Ergebnis im Kerngeschäft legt um 27 Prozent zu, so dass der Dividendenvorschlag für 2003 eine um 14 Prozent erhöhte Ausschüttung vorsieht. Das Nettoergebnis soll 2004 voraussichtlich zweistellig steigen.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Essen (red) - Der größte deutsche Stromkonzern RWE hat im Geschäftsjahr 2003 seine Ziele erreicht und zum Teil übertroffen. Das geht aus dem heute in Essen vorgelegten Jahresabschlussbericht hervor. Die Ertragsentwicklung der Großakquisitionen sei insgesamt planmäßig verlaufen, ebenso wie ihre Integration in den Konzernverbund. Im laufenden Geschäftsjahr soll der Schwerpunkt auf organischem Wachstum liegen, heißt es aus der Konzernzentrale.

Konzernergebnis: Plus 23 Prozent

Das betriebliche Konzernergebnis konnte um 23 Prozent auf 5.551 Millionen Euro gesteigert werden. Ohne Sondereffekte aus Akquisitionen und Desinvestments legte das betriebliche Ergebnis im Kerngeschäft um elf Prozent zu. Im Nicht-Kerngeschäft wurde mit einem Verlust von 109 Millionen Euro abgeschlossen. Negative Währungseffekte minderten das Konzernergebnis um 165 Millionen Euro. Das Nettoergebnis vor Firmenwert-Abschreibungen hat sich um sechs Prozent auf 1.938 Millionen Euro erhöht. Daraus ergibt sich ein Ergebnis je Aktie von 3,45 Euro.

Zweistelliger Zuwachs im Kerngeschäft

RWE erzielte 2003 einen Außenumsatz von 43,9 Milliarden Euro. Das Kerngeschäft legte um 16 Prozent zu, das Nicht-Kerngeschäft ging um 70 Prozent zurück. Bereinigt um alle Konsolidierungseffekte erreichte der Konzernumsatz etwa das Vorjahresniveau. Starkem Wachstum bei RWE Energy stand der schwache Absatz von Heidelberger Druckmaschinen gegenüber. Von negativen Währungseinflüssen betroffen waren im Kerngeschäft vor allem die Erlöse von RWE Thames Water, RWE Innogy und der mittlerweile komplett veräußerten CONSOL Energy.

Kostensenkungsziel erreicht

Das Kostensenkungsprogramm mit Schwerpunkt im deutschen Stromgeschäft wurde laut Bericht erfolgreich weitergeführt. In 2003 realisierte RWE Einsparungen von 350 Millionen Euro, das waren 50 Millionen Euro mehr als geplant. Das in 2000 gestartete Programm sieht eine Senkung des jährlichen Kostenniveaus um 2.555 Millionen Euro bis Ende 2004 vor.

Erhöhte Dividende

Vorstand und Aufsichtsrat der RWE AG werden der Hauptversammlung vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2003 eine Dividende in Höhe von 1,25 Euro je Stückaktie auszuschütten. Damit erhöht sich die Ausschüttung um 14 Prozent gegenüber Vorjahr.