Einsparcontracting

RWE Solutions und Stadtwerke Leipzig wollen Energieverbrauch in Sofia senken

Der bulgarische Energieversorger KES, an dem RWE und Stadtwerke Leipzig beteiligt sind, hat von der Hauptstadt Sofia den Auftrag bekommen, den Energieverbrauch in 330 öffentlichen Gebäuden um ein Drittel zu senken. Derzeit benötigen die öffentlichen Gebäude in Sofia mehr als dreimal soviel Energie wie der europäische Standard.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Die Kompania za Energospestiavane (KES), an der die RWE Solutions AG (Frankfurt am Main) und die Stadtwerke Leipzig GmbH beteiligt sind, soll den Energieverbrauch von etwa 330 öffentlichen Gebäuden in der bulgarischen Hauptstadt Sofia um ein Drittel des heutigen Verbrauchs senken. Dieses Ziel haben die KES und die Stadt Sofia vertraglich vereinbart. Der Auftrag sieht ein Einsparcontracting in Schulen, Kindergärten, Krankenhäusern und Verwaltungsgebäuden vor, die an das städtische Fernwärmenetz angeschlossen sind und hat eine Laufzeit von sieben Jahren.

Mit dem Auftrag leitet die Stadt Sofia das bisher größte Projekt zur Energieeinsparung in Bulgarien ein. Derzeit haben die Gebäude einen Fernwärmeverbrauch von über 100 000 Megawattstunden pro Jahr. Damit benötigen die öffentlichen Gebäude in Sofia mehr als dreimal soviel Energie wie der europäische Standard. Gründe sind die Isolierungen und fehlende Regulierung der Energieströme. Während der Heizperiode von Oktober bis April läuft die Fernwärmeversorgung kontinuierlich auf 100 Prozent. KES wird die Wärmeübergabestationen modernisieren und automatisieren. Zusätzlich werden Thermostatventile installiert und Fenster, Türen sowie Dächer abgedichtet.

"Dieses Projekt ist richtungsweisend für unsere Stadt und ich erhoffe mir wesentliche Einsparungen", erklärt Sofias Bürgermeister Stefan Sofianski. RWE Solutions entwickelte schon vor zwei Jahren innerhalb des Sofia Energy Konsortiums die Energie-Infrastruktur-Strategie für die Stadt bis 2015.