Erweiterung

RWE sieht bei Zukäufen auf Osteuropa

Der Energiekonzern RWE hat sein Interesse an Zukäufen in Osteuropa bekräftigt. Vertriebsvorstand Berthold Bonekamp sagte in einer Analystenkonferenz, während es inWesteuropa eher um die Sicherung der derzeitigen Positionen gehe, wolle der Konzern in Zentralosteuropa am erwarteten Marktwachstum teilhaben.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Essen (ddp/sm) - In Polen und der Slowakei komme RWE derzeit im Stromgeschäft auf einen Marktanteil von rund 5 Prozent, sagte Bonekamp. Dieser Anteil solle auf 10 bis 20 Prozent ausgebaut werden. Wie schnell dies erreicht werde, hänge von den Gelegenheiten ab und vom weiteren Verlauf der Privatisierungsprozesse.

In Polen ist RWE mit dem Warschauer Stromversorger Stoen vertreten, in der Slowakei mit dem Versorger VSE. Beide Unternehmen verbuchen nach RWE-Angaben einen jährlichen Umsatz von jeweils 0,4 Milliarden Euro. Darüber hinaus ist der Konzern in Ungarn mit der RWE Energy Hungaria aktiv, die einen jährlichen Umsatz von derzeit 1,1 Milliarden Euro verbucht. Umsatzstärkste Konzerngesellschaft in Osteuropa ist das tschechische Gasunternehmen RWE Transgas mit Erlösen von 2,4 Milliarden Euro im Jahr.

Wie inzwischen bekannt wurde hat RWE das Immobiliengeschäft seines Tochterunternehmens Harpen an den Immobilien-Investmentfonds Whitehall und den Finanzinvestor Cerberus verkauft. Wie der Essener Konzern am Donnerstag mitteilte, müssen die Aufsichtsräte von Harpen und der RWE Power AG, die Harpen-Hauptversammlung und die europäische Kartellbehörde der Transaktion noch zustimmen. Zu dem Verkaufspreis wurden keine Angaben gemacht.

Die in Dortmund ansässige Harpen AG war seit der Abspaltung des Energiebereichs im Mai an RWE ausschließlich für das Immobiliengeschäft zuständig. Neben Immobilien und der Projektentwicklung betreute Harpen auch mehrere unbebaute Liegenschaften. Derzeit beschäftigt das Unternehmen rund 80 Mitarbeiter.

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