Vorbereitung

RWE rüstet sich angeblich gegen feindliche Übernahme

Der zweitgrößte deutsche Energiekonzern RWE rüstet sich offenbar gegen eine mögliche feindliche Übernahme. Der Vorstandssitzende Harry Roels bat inzwischen Investmentbanker, eine mögliche Abwehrstrategie für eine drohende Übernahme zu erarbeiten, berichtet das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel".

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Hamburg/Essen (ddp-nrw/sm) - Einige Maßnahmen wie etwa ein schnelles Aktienrückkaufprogramm oder die Ausschüttung von Sonderdividenden seien bereits vor einigen Wochen im Zusammenhang mit dem Verkauf der britischen Wassersparte Thames Water erörtert worden. Auch intern habe das Unternehmen mit einer Art Notfallplan Vorbereitungen getroffen, auf eine drohende Übernahme reagieren zu können. So seien etwa Banken und PR-Agenturen aufgelistet, die im Fall einer akuten Bedrohung mit RWE zusammenarbeiten könnten.

Hintergrund ist der steigende Aktienkurs des RWE-Papiers. Schon seit Wochen registriere RWE, dass große Aktienpakete gekauft würden. Allerdings gebe es "keine konkrete Abwehrplanung oder entsprechende Aufträge", zitiert das Blatt eine Konzernsprecherin. Es gebe aber schon länger allgemeine Handbücher, die Abläufe und Informationswege beschreiben, die - falls sich ein Unternehmen öffentlich als Übernahmeinteressent zu erkennen gebe - einzuhalten seien, erläuterte sie. Diese "Handbücher" gebe es in jedem DAX-Unternehmen.