Kreuzfeuer

RWE reagiert auf Zeitungsbericht: Es gibt keinen Sanierungsplan

Während der neue RWE-Chef Harry Roels in den Startlöchern steht, um die Führung des Energiekonzerns im Februar von Dr. Dietmar Kuhnt zu übernehmen, berichtet das manager magazin von einem geheimen Strategiepapier, das beispielsweise die Kürzung von 10 000 Stellen vorsieht. RWE hat heute bestritten, dass es eine solche Strategie gibt.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Der Energiekonzern RWE im Kreuzfeuer: Wie das Hamburger manager magazin in seiner neuen Ausgabe berichtet, soll der Stromgigant radikal umgebaut werden. Die Reform sieht laut einem geheimen Strategiepapier, auf das sich das Blatt bezieht, vor, Tochterfirmen zu verkaufen, etwa 10 000 Stellen im Kerngeschäft zu streichen und die bislang 13 RWE-Führungsgesellschaften auf sechs zu reduzieren. Ziel ist die Senkung der Kosten.

Laut Financial Times Deutschland gibt es mehrere Strategiervarianten über die Zukunft des Konzerns, der ab Februar vom ehemaligen Shell-Manager Harry Roels geführt wird. Der 54-jährige Niederländer wird zunächst mit dem Noch-Vorstandsvorsitzenden Dietmar Kuhnt zusammenarbeiten, bis dieser dann einen Monat später in den Aufsichtsrat wechselt. Sein Einstieg wird von einem internen Machtgerangel überschattet, denn laut FTD hatte Kuhnt insgeheim auf den Aufsichtsratschefposten gehofft, den der derzeitige Vorsitzende Friedel Neuber jedoch nicht räumen will. Die Zeitung vermutet, dass die undichte Stelle in eben diesem Aufsichtsgremium zu vermuten ist.

RWE selbst hingegen hat heute dementiert, dass es einen Sanierungsplan gibt. "RWE ist ein gesundes ertragsstarkes Unternehmen und wird es bleiben", heißt es in einer Mitteilung. Obwohl es die Pflicht des Vorstands sei, über die Optimierung der Strukturen des Unternehmens nachzudenken, gebe es noch keine konkreten Pläne. Die angebliche Streichung von 10 000 Arbeitsstellen bezeichnete das Unternehmen als "aus der Luft gegriffen" und auch Differenzen zwischen Neuber und Kuhnt gibt es laut RWE nicht.

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