Nicht den Anschluss verlieren

RWE prüft Projekte für neue Atomkraftwerke im Ausland

Trotz des jüngsten Zwischenfalls in einem schwedischen Atomkraftwerk hat sich der Essener Energiekonzern RWE erneut für eine Verlängerung der Laufzeiten der deutschen Atomkraftwerke ausgesprochen. Der Vorstandsvorsitzende Harry Roels kündigte zugleich den Bau neuer Kernkraftanlagen im europäischen Ausland an.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Essen (ddp.djn/sm) - RWE prüfe entsprechende Projekte, sagte Roels heute bei der Vorlage der Halbjahresbilanz in Essen. Dies sei zwar noch "Zukunftsmusik und in einem sehr frühen Stadium". Doch der Konzern tue dies auch, um international nicht den Anschluss bei dieser Technologie zu verlieren.

In Deutschland ist der Weiterbetrieb der Atomkraftwerke über die bisher vorgesehenen Laufzeiten nach Einschätzung von Roels "sicherheitstechnisch unbedenklich". Dies gelte nach allen nationalen und auch internationalen Kriterien, sagte er. Eine Verlängerung der Laufzeiten gäbe zudem mehr Zeit, tragfähige Alternativen weiterzuentwickeln. Die Atomkraft habe heute noch den höchsten Anteil an der deutschen Stromversorgung.