Bilanz

RWE profitiert im ersten Quartal von hohem Energieverbrauch

Der Energiekonzern RWE hat im ersten Quartal Umsatz und Ergebnis deutlich gesteigert und die Erwartungen von Analysten übertroffen. Zudem bekräftigte der Konzern seine Gewinnprognosen für das laufende Jahr. Laut RWE liegt das am unerwartet langen Winter. Andere Experten vermuten, an den hohen Strompreisen.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Essen (ddp-nrw/sm) - Wie der Energiekonzern heute in Essen mitteilte, stieg der Umsatz um 25 Prozent von 11,0 Milliarden auf 13,8 Milliarden Euro und der Nettogewinn um sieben Prozent von knapp 1 Milliarde auf 1,05 Milliarden Euro. Beobachter hatten im Schnitt beim Umsatz 11,5 Milliarden Euro und beim Nettogewinn 919 Millionen Euro erwartet.

Das Ergebnis sei vom unerwartet langen Winter positiv beeinflusst worden, erläuterte der Konzern. Die Ertragslage habe sich vor allem aufgrund des operativen Erfolgs im kontinentaleuropäischen Energiegeschäft verbessert. Die stärksten Zuwächse habe das Unternehmen bei RWE Power und bei RWE Energy erzielt.

Wie der Konzern weiter mitteilte, soll der Nettogewinn im Gesamtjahr 10 bis 20 Prozent über dem des Vorjahres (2,2 Milliarden Euro) liegen. Die Prognose stehe allerdings unter dem Vorbehalt, dass regulatorische Eingriffe im deutschen Netzgeschäft nicht zu Ergebnisbelastungen führten, die die heutigen Erwartungen überträfen, hieß es.

RWE geht weiter davon aus, dass das Ergebnis 2006 auch von den hohen Kosten für die Beschaffung von Brennstoffen belastet wird. Die Auswirkungen des aktuellen Preisverfalls für Kohlendioxid-Zertifikate auf das laufende Geschäftsjahr seien dagegen gering, weil die diesjährige Stromproduktion bereits weitgehend 2005 verkauft worden sei.