Sichere Energieversorgung

RWE-Power-Chef fordert mehr Unterstützung für Neubauprojekte

Der Chef der RWE-Erzeugungssparte Power, Johannes Lambertz, fordert von Politik, Gewerkschaften und Arbeitnehmern Unterstützung, um in Deutschland Neubauprojekte und eine wirtschaftlich vertretbare Energieversorgung abzusichern. Andernfalls seien Versorgungslücken nicht auszuschließen.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Essen (ddp-nrw/sm) - "Ohne Unterstützung der Politik schaffen wir es nicht. Auch Gewerkschaften, auch die Beschäftigten müssen sich jetzt stärker zu Wort melden", sagte Lambertz der "Neuen Ruhr/Neuen Rhein Zeitung".

Lambertz warnte davor, dass ohne den Bau neuer Kraftwerkskapazitäten in Deutschland unter ungünstigen Voraussetzungen Versorgungsprobleme nicht auszuschließen seien. "Wir brauchen unbedingt neue Kraftwerkskapazitäten - sonst drohen tatsächlich Engpässe", betonte der seit Februar amtierende Vorstandschef von RWE Power.

Angesichts vieler Widerstände gegen Industrie- und Kraftwerksprojekte räumte der Manager auf die Frage nach der Attraktivität des Standorts Deutschland für RWE ein: "Es gibt Akzeptanzprobleme, das stimmt. Aber wir müssen um Akzeptanz kämpfen." Er fordere eine Versachlichung der Diskussion.