Übernahme

RWE Plus steigt bei slowakischem Energieversorger VSE ein

Der Essener Energiekonzern RWE expandiert weiter nach Osteuropa: Heute wurden in Bratislava die Verträge zur Übernahme von 49 Prozent des ostslowakischen Stromversorgers VSE unterzeichnet. Die Beteiligung steht allerdings noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der slowakischen Kartellbehörde.

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Die RWE Plus AG (Essen) beteiligt sich am ostslowakischen Stromversorger VSE (Východoslovenská energetika a.s.). Dazu wurden heute in Bratislava der Kauf- und Treuhandvertrag sowie die Aktionärsvereinbarung zur Übernahme von 49 Prozent der Anteile an VSE durch RWE Plus unterzeichnet. Zusätzlich wurde eine Einigung über die neue Satzung des Unternehmens erzielt. Den Zuschlag für VSE hatte RWE Plus am 22. Mai 2002 von der Regierung der Slowakischen Republik erhalten. Die Beteiligung steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der slowakischen Kartellbehörde. Die Entscheidung wird in Kürze erwartet.

Die unternehmerische Führung von VSE wird bei RWE Plus liegen. Zudem wird RWE Plus nach Abschluss der Transaktion drei von fünf Vorstandsmitgliedern bei VSE stellen, darunter den Vorsitzenden. Im Aufsichtsrat der VSE wird RWE Plus den stellvertretenden Vorsitzenden benennen. Als Vertreter der RWE Plus wird ab sofort Carl-Ernst Giesting an den Sitzungen von Vorstand und Aufsichtsrat teilnehmen. Carl-Ernst Giesting verfügt in seiner bisherigen Funktion als Vorstandsvorsitzender der ungarischen RWE Plus-Tochter ÉMÁSZ Rt. über umfangreiche Erfahrungen hinsichtlich der Vorbereitung eines mitteleuropäischen Unternehmens auf den Wettbewerb im Strommarkt sowie über langjährige Kontakte zu VSE.

VSE mit Sitz in Košice beschäftigt etwa 2000 Mitarbeiter und beliefert jährlich über 600 000 Endkunden mit etwa 4,6 Terawattstunden Strom. Das Unternehmen hält in der Slowakei einen Marktanteil von etwa 22 Prozent.