Versorgungssicherheit

RWE plant Beteiligung an Flüssiggas-Anlage in Rotterdam

Der Essener Energiekonzern RWE will sich an einer geplanten Flüssiggas-Anlage im Rotterdamer Hafen beteiligen. Zwischen der Konzern-Tochter RWE Energy und der Projektgesellschaft Gate Terminal sei eine entsprechende Vereinbarung geschlossen worden, teilte der Konzern heute mit.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Essen (ddp.djn/sm) - RWE Energy werde Kapital in Höhe von zehn Prozent in das Gemeinschaftsunternehmen einbringen. Das Engagement garantiere der RWE-Tochter eine jährliche Einspeisekapazität von drei Milliarden Kubikmetern Erdgas in das europäische Erdgasnetz.

"Unser Ziel ist es, die gesamte Wertschöpfungskette im Gasbereich abzudecken", sagte RWE-Vorstandschef Harry Roels. Diese reiche von der Exploration über die Regasifizierung von verflüssigtem Erdgas (LNG) bis zum Endverbraucher. Mit dem Bau der Anlage könnte nach Angaben des Unternehmens bereits im Sommer 2007 begonnen werden, so dass der Betrieb etwa 2010 aufgenommen würde.

Der LNG-Markt verspricht nach RWE-Einschätzung weltweit attraktive Wachstumschancen. Das Unternehmen bereite sich in mehreren Projekten auf den Einstieg in die Gasverflüssigung vor, so unter anderem in Ägypten. Im Rahmen einer langfristigen Strategie in diesem Bereich sei das Rotterdamer Projekt ein wichtiger Schritt.