Strom-News
StrategiewechselDer Stromkonzern RWE plant nach eigenen Angaben keine neuen Kohlekraftwerke mehr. Unter den jetzigen Rahmenbedingungen sei es "in der EU nicht wirtschaftlich, neue Kohlekraftwerke in Angriff zu nehmen", sagte RWE-Strategievorstand Leonhard Birnbaum in einem Interview.
Berlin (afp/red) - Birnbaum habe dies der "Berliner Zeitung" (Dienstagsausgabe) gesagt. Derzeit baue das Unternehmen noch zwei dieser Anlagen in Deutschland fertig, diese seien allerdings "schon vor langer Zeit geplant worden".
RWE gilt wegen seines hohen Kohleanteils bei der Stromproduktion dem Bericht zufolge als europaweit größter Produzent des klimaschädlichen Treibhausgases Kohlendioxid (CO2). Kohle- und Gaskraftwerke unterliegen dem EU-Emissionszertifikatehandel; ab 2013 müssen die Stromanbieter einen größeren Anteil der Emissionslizenzen bezahlen, was besonders bei den CO2-intensiven Kohleanlagen hohe Kosten verursacht.
Die von der Bundesregierung geplante Brennelemente-Steuer, welche die Produktion von Atomstrom verteuert, lehnt der RWE-Manager ab. Diese Abgabe habe "mit einem Energiekonzept nichts zu tun", sondern sei nur der Geldnot des Bundes geschuldet, sagte Birnbaum. Falls die Steuer komme und dem Stromanbieter "jetzt kurzfristig Finanzmittel abschöpft", werde RWE seine geplanten Investitionen in erneuerbare Energien und den Ausbau der Stromnetze auf den Prüfstand stellen.
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Im Zuge des Sparprogramms werden auch die Mittel für das erfolgreiche CO2-Gebäudesanierungsprogramm drastisch gekürzt. Nach 1,5 Milliarden Euro in diesem Jahr werden 2011 dafür nur noch 450 Millionen Euro zur Verfügung stehen, wie eine Sprecherin des Bundesbauministeriums am Donnerstag sagte.
Mit ganz unterschiedlichen Projekten versuchen Unternehmen und Kommunen, dem Klimawandel entgegenzuwirken. Die Stadt Göttingen zum Beispiel will große Anstrengungen unternehmen und die Kohlendioxid-Emissionen bis 2020 um mindestens 34 Prozent senken. Dazu sind rund 200 einzelne Maßnahmen nötig.
Umweltverbände kritisieren das von der Bundesregierung geplante Verbrauchslabel für Pkw und haben ein eigenes Modell vorgestellt. Das von der Bundesregierung gemeinsam mit der Autoindustrie entwickelte Label sei der Versuch, "die derzeit schwer verkäuflichen Spritschlucker aus deutscher Produktion grün anzustreichen und deren Absatz zu fördern".
Das Bundesumweltministerium fördert die Anschaffung von Hybridbussen in Leipzig und Dresden mit rund 1,8 Millionen Euro. Die Fahrzeuge müssten anspruchsvolle Auflagen im Hinblick auf Effizienz und Umweltschutz erfüllen und etwa über einen geschlossenen Partikelfilter verfügen.
Im Sinne der Nachhaltigkeitsstrategie der Telekom bietet diese nun ihren Mitarbeitern ein kostenloses Fahrtraining an. Dabei sollen die Teilnehmer lernen, durch eine effizientere Fahrweise weniger Kraftstoff zu verbrauchen. Bis 2012 sollen so 4000 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden.Strompreise vergleichen
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