Demonstrationsprojekt

RWE npower benennt fünf Partner für CO2-Projekt

RWE npower hat bekannt gegeben, dass das Unternehmen für die Umsetzung des geplanten Demonstrationsprojekts zur CO2-Abscheidung und –speicherung (CCS) mit fünf Partnern zusammenarbeiten will. Damit seien die Gespräche aber noch nicht abgeschlossen.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Essen (red) - Als Partner nannte RWE npower BOC, Cansolv Technologies Inc., IM Skaugen, The Shaw Group Inc. sowie Tullow Oil plc. So soll die notwendige Bandbreite der für die Abscheidung, den Transport und die anschließende Tiefseespeicherung von CO2 erforderlichen Fachkenntnisse und Erfahrungen abgedeckt werden. Darüber hinaus sollen weitere Gespräche mit interessierten Unternehmen geführt werden.

Zurzeit erstellt RWE npower die Angebotsunterlagen, um bis Ende März in die Präqualifizierungsphase der Ausschreibung der britischen Regierung für das CCS-Demonstrationsprojekt zu gelangen. Detaillierte Verhandlungen und Prüfungen werden sich anschließen; der bevorzugte Bieter (preferred bidder) wird im Sommer 2009 bekannt gegeben. Die Struktur der Partnerschaft ist ein Teil der geforderten Angebotsunterlagen.

Die RWE-Tochter hatte im Oktober 2007 bekannt gegeben, ein Projekt zur CO2-Abscheidung und –speicherung starten zu wollen. Das Unternehmen plant, eine 1-MW-Pilotanlage zur CO2-Abscheidung in Wales zu errichten, die 2010 in Betrieb gehen soll und zu einer Demonstrationsanlage von mindestens 100 MW ausgebaut werden soll, die wiederum Teil eines neuen, emissionsärmeren Kohlekraftwerks bei Tilbury in Essex werden soll. Die neue Technologie soll parallel zu den Planungen für neue, überkritische kohlebefeuerte Kraftwerke in Tilbury und Blyth entwickelt werden.

Im August 2007 kündigte die RWE-Tochter an, dass das Unternehmen im Zuge der Schließung von zwei Dritteln seiner kohlebefeuerten Stromerzeugungskapazität und des Baus neuer Gas- und Windkraftwerksanlagen seine CO2-Exposition bis 2015 im Vergleich zum Niveau im Jahr 2000 um ein Drittel reduzieren wolle.