Internationale Ausbildung

RWE Net bildet Industriekauf-Azubis zu Betriebswirtschaftlern im Praxisverbund aus

Bei RWE Net in Trier werden jetzt "Betriebswirtschaftler im Praxisverbund" ausgebildet. Dabei studieren angehende Industriekaufleute parallel zur Ausbildung bei RWE an der Fachhochschule Ludwigshafen.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Mit über 100 Ausbildungsplätzen zählt die RWE Net in Trier zu den größten Ausbildungsbetrieben in der Region. Neben den klassischen Ausbildungen zu Industriekaufleuten und Energieanlagenelektronikern der Fachrichtung Betriebstechnik gibt es ein neues Angebot: Betriebswirtschaftler im Praxisverbund (BIP's). Das Besondere daran: Parallel zur Ausbildung studieren angehende Industriekaufleute an der Fachhochschule (FH) Ludwigshafen "Internationale Betriebswirtschaft im Praxisverbund".

Viereinhalb Jahre dauert dieser Studiengang, der neben dem Abschluss als Diplombetriebswirt (FH) eine in der Praxis erworbene eineinhalbjährige kaufmännische Ausbildung beinhaltet. Gekrönt werden kann dieses Studium mit dem auf freiwilliger Basis erworbenen Abschluss des "Master of Business Administration" (MBA). Möglich macht dies eine Kooperation der FH mit der University of North Carolina in Greensboro. "Für die jungen Menschen bieten sich gleich zwei hervorragende Chancen", sagt Personalleiter Rainer Philipp. "Zum einen ist das eine optimale Plattform um sich auf die zunehmende Internationalisierung der Unternehmen vorzubereiten und zum anderen hat das Unternehmen die Möglichkeit, nach Beendigung des Studiums Persönlichkeiten mit großer Erfahrung zu gewinnen." Nach einem festgelegten Plan pendeln die Net-Auszubildenden zwischen Betrieb, Berufsschule und Fachhochschule. Mobilität spielt dabei eine große Rolle. Schließlich müssen die Azubis neben ihrer Wohnung in Ludwigshafen auch ein Zuhause dort haben, wo sie die insgesamt eineinhalbjährige praktische betriebliche Ausbildung erhalten. Und die erfolgt zu gleichen Teilen in den RWE Net-Standorten Trier, Saffig, Bad Kreuznach und Idar-Oberstein.

Trotz der hohen persönlichen Belastungen ist das Interesse an diesem Studiengang sehr groß. Das dokumentiert auch die Zahl der Bewerbungen, die aus mehreren Bundesländern bei der RWE Net in Trier eingehen. "Die Zahl ist mittlerweile fast so groß wie die Bewerbungen um einen normalen Ausbildungsplatz als Industriekaufmann", weiß Personalleiter Philipp. Und er hat bereits weitergehende Pläne: "Wir sind mit der FH Trier im Gespräch, die bei der Ausbildung von Ingenieuren einen ähnlichen Weg beschreiten will. Eine solche Absicht können wir auf Grund der bereits gesammelten guten Erfahrungen nur unterstützen."