Steigende Kosten

RWE Net AG erhöht die Netznutzungsentgelte zum 1. Februar 2003

Aufgrund steigender Kosten für den wachsenden Bedarf an Regelenergie wird die Dortmunder RWE Net AG zum Februar kommenden Jahres die Netznutzungspreise erhöhen. Die Anhebungen werden sich zwischen zwei Prozent im Bereich der Niederspannung und 7,2 Prozent im Bereich der Höchstspannung bewegen.

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Die RWE Net AG (Dortmund) erhöht zum 1. Februar 2003 ihre Netznutzungsentgelte. Ausschlaggebend für diesen Schritt seien steigende Kosten für den wachsenden Bedarf an so genannter Regelenergie. Die Anhebungen werden sich zwischen zwei Prozent im Bereich der Niederspannung und 7,2 Prozent im Bereich der Höchstspannung bewegen. "Auch nach der Preismaßnahme gehört RWE Net zu den Unternehmen mit den niedrigsten Netznutzungsentgelten in Deutschland", kommentierte Dr. Wolfgang Kässer, Vorstandsvorsitzender der RWE Net AG, das Vorhaben.

Regelenergie ist erforderlich, um Differenzen zwischen Stromeinspeisung und -entnahme im Netz jederzeit ausgleichen zu können und damit eine zuverlässige Stromversorgung zu gewährleisten. Die benötigte Regelenergie wird von den jeweiligen Übertragungsnetzbetreibern in Deutschland öffentlich ausgeschrieben. Auf Grund des erheblich gestiegenen Bedarfs muss RWE Net ab 1. Februar 2003 zusätzlich rund 450 Megawatt Regelenergie einkaufen. Für den verstärkten Bedarf gibt es mehrere Ursachen: Einerseits hat sich die Qualität der Strombedarfsprognosen seitens der Stromlieferanten verschlechtert. Das vorgegebene Preismodell für die Abrechnung der Regelenergiekosten mit den Netznutzern enthält keinen monetären Anreiz für eine hohe Prognosegenauigkeit. Es eröffnet vielmehr Arbitrage-Möglichkeiten, indem Regelenergie als Ersatz für Spotmarktstrom missbraucht wird. Andererseits führt der massive Zubau von Windenergieanlagen zu einem steigenden Regelenergiebedarf. Witterungsbedingt stark schwankende Stromeinspeisungen müssen durch zusätzliche Regelenergie geglättet werden.