In Planung

RWE: Milliardenschwere Investitionen

Der Essener Energiekonzern RWE plant offenbar Milliardeninvestitionen. In Großbritannien sollen nach Medieninformationen ein Gaskraftwerk sowie Windkraftanlagen errichtet werden. Dazu komme der Bau einer neuen Gaspipeline von Tschechien nach Belgien.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf (ddp/sm) - "Wir erhöhen die Liquidität im Gasmarkt und erweitern angesichts der hohen Energienachfrage unser Stromangebot», sagte der Vorstandsvorsitzende Harry Roels am Montag in Essen. Die Aktie legte einen halben Prozentpunkt auf 82,70 Euro zu.

Die Gaspipeline für rund eine Milliarde Euro soll den Angaben zufolge in Sayda an der tschechischen Grenze beginnen und über Werne in Nordrhein-Westfalen führen sowie im Raum Aachen an das belgische System angeschlossen werden. Mit der Leitung sollen zusätzliche Gasmengen aus Russland, aber auch aus dem Nahen und Mittleren Osten und Ägypten nach Westeuropa geliefert werden. Sie soll im Herbst 2011 den Betrieb aufnehmen und jährlich fünf Milliarden Kubikmeter Gas transportieren.

Die Pipeline will RWE auch anderen Marktteilnehmern zur Verfügung stellen. Das Projekt stehe allerdings unter dem Vorbehalt, dass die Leitung für einen bestimmten Zeitraum von der Netzregulierung ausgenommen wird, betonte das Unternehmen.

In Großbritannien will die britische Unternehmenstochter RWE npower mit umgerechnet rund 1,2 Milliarden Euro ein Gas- und Dampfturbinenkraftwerk errichten, wie der Versorger im britischen Swindon mitteilte. Derzeit stünden als Standorte Staythorpe in Nottinghamshire sowie Pembroke in West Wales zur Wahl. Gebaut werden soll die Anlage vom französischen Alstom-Konzern. RWE npower wolle noch in diesem Jahr mit dem Bau beginnen. Die Stromerzeugung soll 2009 starten.

RWE will in Großbritannien den Angaben zufolge zudem rund 150 Millionen Euro in Windkraftanlagen in Little Cheyne Court in Kent sowie in Knabs Ridge in Yorkshire investieren. Diese Investitionen würden die Erzeugungskapazität in Großbritannien um bis zu 2100 Megawatt erhöhen, was dem Stromverbrauch für über zwei Millionen Haushalte entspreche. Die Erzeugungskapazität von RWE npower erhöhe sich dadurch um 23 Prozent. Die Windkraftwerke sollten 2008 in Betrieb gehen.

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