Übernahmeverbot

RWE legt Beschwerde gegen Saar Ferngas-Entscheidung ein

RWE hat beim Oberlandesgericht Düsseldorf Beschwerde gegen die Untersagung der Saar-Ferngas-Übernahme durch das Bundeskartellamt eingelegt. Der Energiekonzern mache damit von seiner Möglichkeit Gebrauch, die Entscheidung des Kartellamts gerichtlich überprüfen zu lassen.

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Essen (ddp-rps/sm) - Das Kartellamt hatte die Übernahme am 15. März mit der Begründung untersagt, dass ein Zusammenschluss zur Verstärkung marktbeherrschender Stellungen beim Strom- und Erdgasabsatz führen würde.

RWE argumentiert, dass der Anteil von knapp zehn Prozent im deutschen Gasgeschäft nicht marktbeherrschend sei. Daran würde sich aufgrund der bestehenden Marktverhältnisse in Deutschland bei einer Übernahme von Saar Ferngas nichts ändern. Zudem würde sich auch bei Betrachtung regionaler Märkte keine nachhaltige Verschlechterung der Wettbewerbsbedingungen ergeben. Mit seiner Untersagung schwächt die Behörde nach Ansicht von RWE sogar den Wettbewerb. RWE hatte bereits nach Erhalt der Untersagung aus kartellrechtlichen Gründen Zweifel angemeldet und die Entscheidung als nicht verständlich kritisiert.