Entwicklungsgesellschaft gegründet

RWE Innogy will Meeresströmungs-Kraftwerk entwickeln

Neu neu gegründete RWE-Tochter ist eine Partnerschaft mit Marine Current Turbines, einem Spezialisten für Meeresströmungs-Kraftwerke, eingegangen. Ziel sei, eines der weitweit ersten kommerziellen Kraftwerke dieser Art mit 10,5 Megawatt vor der Küste von Nordwales zu errichten.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Dazu haben die britische RWE Innogy-Tochter npower renewables und Marine Current Turbines eine gemeinsame Entwicklungsgesellschaft gegründet. Die Partnerschaft erstrecke sich zunächst auf das Genehmigungsverfahren. Der Genehmigungsantrag solle bis Mitte 2009 erstellt werden. Bei erfolgreicher Planfestestellung und gesicherter Finanzierung könne die Anlage bereits 2011 oder 2012 in Betrieb genommen werden.

"Mit der getroffenen Vereinbarung wollen wir uns gemeinsam eine Spitzenposition bei der kommerziellen Stromerzeugung aus der Kraft des Meeres sichern", so RWE Innogy-Geschäftführer Fritz Vahrenholt.

Der Standort des Meeresströmungsprojekts soll im offenen Meer liegen. Er befindet sich in einem 25 Meter tiefen Bereich vor der Nordwestküste von Anglesey in Nordwales mit dem Namen "the Skerries". Die Anlage wird aus sieben 1,5 MW-SeaGen-Turbinen bestehen, die insgesamt 9 Meter über den Meeresspiegel ragen, teilt RWE Innogy mit. Der Standort sei wegen seiner günstigen Strömungsverhältnisse und der natürlich geschützten Lage gut für die geplante Anlage geeignet, außerdem vorteilhaft sei die Nähe zum öffentlichen Stromnetz.