Für Biomasse-Kraftwerke

RWE Innogy legt Energieholzplantagen an

RWE will seine Biomasse-Aktivitäten und besonders den Einsatz von Holz als Brennstoff in Heizkraftwerken ausbauen. Das plant die RWE-Tochter Innogy Cogen nicht nur in Deutschland, sondern dort, "wo es sich anbietet", auch im europäischen Ausland, so die Mitteilung.

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Essen (red) - Wie RWE am Freitag berichtete, unterzeichneten die RWE Innogy Cogen GmbH, eine Tochter der RWE Innogy, und die Forstbaumschule P&P mit Sitz in Eitelborn einen entsprechenden Vertrag. Dieser soll die Grundlage für die Anpflanzung von bis zu 10.000 Hektar Energieholzplantagen in den nächsten vier Jahren in Deutschland bilden.

Die RWE Innogy Cogen betreibt derzeit vier große Biomasse-Heizkraftwerke auf der Basis von Altholz. Die Erschließung von Frischholz aus Energieholzplantagen sieht das Unternehmen als bedeutenden Schritt zur Absicherung der Brennstoffversorgung in den zukünftig geplanten Biomasse-Heizkraftwerken.

Diese Heizkraftwerke arbeiten nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung. Aufgrund der kombinierten Erzeugung von Strom und Dampf gelten sie als besonders energieeffizient. Hinzu kommt, dass Holz ein CO2-neutraler Brennstoff ist; das heißt, bei der energetischen Nutzung von Holz entsteht nicht mehr CO2 als die Pflanze während des Wachstumsprozesses aufgenommen hat.

Inhalt des Vertrages ist, dass zunächst auf einer Fläche von 300 Hektar so genannte Mutterquartiere für schnell wachsende Baumarten wie etwa Pappeln angelegt werden. Ziel ist es, von diesen "Mutterquartieren" aus auf eine 10.000 Hektar große Energieholzplantage zu kommen. Der erwartete Ertrag liegt nach Angaben von RWE bei rund zehn Tonnen Trockenmasse Holz pro Hektar und Jahr. Er soll ausschließlich zur CO2-neutralen Erzeugung von Wärme und Strom im Kraft-Wärme-Kopplungsprozess von Biomasse-Heizkraftwerken dienen, so das Unternehmen.