Trübe Aussichten

RWE: Im neuen Jahr droht Gewinneinbruch

Für den Energiekonzern RWE scheint das neue Jahr nicht so erfolgreich zu werden wie erwartet: Wie das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" herausgefunden hat, wird das Nettoergebnis in 2003 um etwa 40 Prozent einbrechen. RWE bestätigte zwar, dass das erwartete Ergebnis unter dem von 2002 liegen wird, nannte jedoch keine konkreten Zahlen.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Der Energiekonzern RWE hat heute auf eine Vorabveröffentlichung des Wochenmagazins "Der Spiegel" reagiert und bekannt gegeben, dass das für 2003 erwartete Netto-Ergebnis deutschlich unter dem Niveau von 2002 liegen wird. "Der Spiegel" hatte unter Berufung auf Unterlagen für die heute stattfindende RWE-Aufsichtsratssitzung berichtet, das Nettoergebnis werde um 40 Prozent einbrechen und damit etwa 500 Millionen Euro unter dem ebenfalls schwachen Vorjahresergebnis liegen.

Der Energiekonzern nannte als Grund insbesondere planmäßige Goodwill-Abschreibungen von über einer Milliarde Euro und die Finanzierungskosten aller Akquisitionen. Dennoch würden zweistellige Wachstumsraten sowohl beim betrieblichen Ergebnis als auch beim Ebitda erwartet. Wie RWE weiter mitteilte, werden sich die Nettoschulden inklusive des Erwerbs von American Waterworks auf 26 Milliarden Euro erhöhen. Sie sollen sich jedoch bis Ende 2003 um zwei Milliarden Euro reduzieren.