Gewinn gesteigert

RWE hebt Ergebnisprognose für Gesamtjahr an (Upd.)

Der Energieversorger RWE hat nach Umsatz- und Gewinnverbesserungen im ersten Halbjahr seine Ergebnisprognose für das Gesamtjahr 2007 angehoben. Von Januar bis Juni stieg das Betriebsergebnis um 18,4 Prozent auf 4,45 Milliarden Euro. Die Erwartungen der Analysten wurden damit erfüllt.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Essen (ddp/sm) - Das Nettoergebnis lag mit 2,63 Milliarden Euro nach 1,66 Milliarden Euro im Vorjahr sogar etwas über den Schätzungen. Der Umsatz fiel mit 22,6 Milliarden Euro nach 23,2 Milliarden Euro im Vorjahr dagegen leicht unter den Erwartungen aus.

Der Umsatz wurde nach Angaben von RWE unter anderem von Konsolidierungs- und Währungseinflüssen gedrückt. Bereinigt um Sondereffekte blieben die Erlöse im ersten Halbjahr stabil. Zum operativen Ergebnis trugen den Angaben zufolge maßgeblich ein außergewöhnlich gutes Handelsergebnis sowie der positive Trend in der Stromerzeugung bei. Grund hierfür waren die höheren Strompreise in den Lieferkontrakten. Belastend auf das Ergebnis wirkte sich dagegen die Netzregulierung in Deutschland aus. Genauere Angaben hierzu machte der Essener Konzern zunächst nicht.

Wegen zahlreicher Sondereinflüsse im Vorjahr erwartet der Konzern das Nettoergebnis 2007 weiter deutlich unter dem Vorjahresniveau. Bereinigt um diese Effekte rechnet RWE nun aber mit einer Verbesserung um mindestens 15 Prozent. Bisher war ein Anstieg um rund zehn Prozent prognostiziert worden.

An der geplanten Privatisierung des Strommarktes in Russland wolle sich der Konzern anders als der Mitbewerber E.ON zunächst nicht beteiligen, sagte Roels. Russland will insgesamt 20 Groß- und Heizkraftwerksgesellschaften zur Privatisierung ausschreiben. E.ON hatte bereits angekündigt, über die Privatisierungen eine starke Position in den Industrieregionen Zentralrussland, Ural, Westsibirien und Wolga aufbauen zu wollen.