Einigung

RWE-Härtefallfonds zu Schneechaos wird komplett ausgezahlt

Knapp vier Monate nach dem Schneechaos im Münsterland haben sich die Landräte der Kreise Borken, Coesfeld und Steinfurt mit dem Energieversorger RWE auf eine Kulanzregelung geeignet. Der Kreis Borken erhält 1,3 Millionen Euro, der Kreis Steinfurt bekommt 941 000 Euro und der Kreis Coesfeld 30 000 Euro.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Dortmund (ddp/sm) - Wie das Unternehmen in Dortmund mitteilte, soll etwa die Hälfte des rund fünf Millionen Euro umfassenden Härtefallfonds auf die Kreise verteilt werden. Die übrigen rund 2,5 Millionen Euro gehen unter anderem direkt an betroffene Bürger, Hilfsorganisationen oder Landwirte.

Damit werde der nach dem Schneechaos von Ende November 2005 durch RWE eingerichtete Notfallfonds komplett ausgeschöpft, erklärte ein Sprecher des Unternehmens. Der Kreis Borken erhält 1,3 Millionen Euro, der Kreis Steinfurt bekommt 941 000 Euro. Dem Kreis Coesfeld, der von den massiven Schneefällen nicht so extrem betroffen war, wurden rund 30 000 Euro zugesagt.

Insgesamt waren wegen der massiven Schneefälle im Münsterland 82 Strommasten von RWE umgeknickt. Als Folge waren bis zu 250 000 Menschen zum Teil mehrere Tage ohne Strom. Ursache für das Ereignis war laut einem von RWE in Auftrag gegebenen Gutachten eine "in diesem Ausmaß in NRW bisher nicht beobachtete außergewöhnliche Wetterlage".