485 000 Euro

RWE-Härtefallfonds beginnt mit Auszahlung an Landwirte

Die durch die wetterbedingten Stromausfälle im vergangenen November geschädigten Bauern im westlichen Münsterland erhalten ab dieser Woche ihre Entschädigungen aus dem Härtefallfonds des Essener Energieversorgers RWE. Die Verantwortung für den Stromausfall im letzten Winter lehnt RWE weiterhin ab.

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Münster (ddp-nrw/sm) - Wie der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband (WLV) am Dienstag in Münster mitteilte, werden 485 000 Euro an diejenigen 794 Landwirte fließen, die nachweislich von den Stromausfällen in besonderer Weise betroffen waren.

"Es ist sehr erfreulich, dass wir die RWE Westfalen-Weser-Ems AG in einem Spitzengespräch davon überzeugen konnten, diesen Härtefallfonds aufzulegen", sagte WLV-Präsident Franz-Josef Möllers. Man hoffe, dass bis Ende der kommenden Woche alle Gelder ausgezahlt werden könnten.

Eine Verantwortung für die durch den Stromausfall verursachten Schäden lehnt RWE jedoch weiterhin ab. Der Konzern sieht sich bestätigt durch ein Gutachten eines staatlich anerkannten Sachverständigen, das den Konzern von der Verantwortung für den tagelangen Zusammenbruch der Stromversorgung in Teilen des Münsterlands freigesprochen hatte. Der Energieversorger legte den Härtefallfonds in Höhe von fünf Millionen Euro aus Kulanz auf, um den Bürgern, Landwirten und Kommunen zu helfen.

Aus Sicht des WLV bleibt jedoch abzuwarten, ob mit der Auszahlung der Mittel aus dem Fonds die Schadensregulierung durch RWE endgültig abgeschlossen ist. Zur Zeit liefen gerichtliche Beweissicherungsverfahren, in denen durch Sachverständige geprüft werde, ob RWE beim Betreiben des Stromnetzes alle gesetzlichen Vorgaben eingehalten hat.