Ökostrom-Projekt

RWE gründet Energiegenossenschaft für Bürger

Der Energieriese RWE setzt bei der Energiewende nun auch auf die Bürger. Der Konzern ist Gründungsmitglied der Genossenschaft "Die Bürgerenergie", wie RWE am Dienstag mitteilte. Ab Ende Mai können sich Interessenten melden. Erreicht werden soll den Angaben zufolge eine Rendite von drei Prozent.

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Berlin (AFP/red) - Die Konzerntochter RWE Effizienz beteiligte sich demnach "symbolisch" mit 100 Genossenschaftsanteilen, die übrigen 20 Gründungsmitglieder sind Mitarbeiter von RWE. Die Energiegenossenschaft soll in erneuerbare Energien investieren. Geplant ist zunächst der Bau von drei Solaranlagen, später sollen Investitionen in Windparks folgen.

Maximal 100 Anteile möglich

Interessenten können sich ab Ende Mai 2013 bei "Die Bürgerenergie" melden. Ein Genossenschaftsanteil - und somit die Mindesteinlage - kostet 50 Euro. Maximal dürfen neue Genossen 100 Anteile erwerben. Die Investition soll sich lohnen, verspricht RWE: Angestrebt sei eine Rendite von drei Prozent.

Es gibt etliche ähnliche Projekte

Nach Schätzungen des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW Solar) engagieren sich bundesweit bereits rund 100.000 Bürger genossenschaftlich in solaren Bürgerkraftwerken. "Auch ohne eigenes Dach und mit kleinem Geld können sich Menschen so unmittelbar an der Energiewende beteiligen", sagte BSW-Solar-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig der Nachrichtenagentur AFP. Zum konkreten Projekt von RWE wollte der Verband zunächst nicht Stellung beziehen.

Quelle: AFP