Auf unbestimmte Zeit

RWE-Großkraftwerk kann nicht in Betrieb gehen

RWE muss die Fertigstellung des Steinkohlekraftwerks in Hamm auf unbestimmte Zeit verschieben. Ursprünglich hätte die Anlage bereits Anfang 2012 fertiggestellt werden sollen. Technische Probleme wurden dabei als Ursache benannt. Über die Höhe des Schadens gab es in dessen keine Auskünfte.

RWE© RWE AG

Essen (dpa/red) - Der Energiekonzern RWE und ein Stadtwerkekonsortium müssen die Fertigstellung des Steinkohle-Großkraftwerks in Hamm wegen technischer Probleme auf unbestimmte Zeit verschieben. Das sagte RWE-Kraftwerkschef Matthias Hartung am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa und bestätigte damit einen Bericht des "Handelsblatt" (online).

Probleme mit der Technik

Es gebe technische Probleme bei der Dampferzeugung in einem der beiden 800 Megawatt leistenden neuen Kraftwerksblöcke, erklärte Hartung. Ursprünglich war die Fertigstellung der gesamten Anlage für Anfang 2012 geplant. Der andere neue Block war Mitte 2014 in Betrieb gegangen und läuft Hartung zufolge ohne Probleme.

Investitionskosten schnellen in die Höhe

Das mit dem Bau beauftragte Unternehmen Alstom habe sein Sanierungskonzept für die Mängel in dem Kraftwerk zurückgezogen. Deshalb habe RWE den zuletzt geplanten Termin für die Fertigstellung des Blocks Mitte 2015 gestrichen. Das Kraftwerk solle aber auf jeden Fall fertiggestellt werden. Beide Blöcke zusammen können rund drei Millionen Haushalte mit Strom versorgen.

Die Investitionskosten haben sich laut "Handelsblatt» schon jetzt von 2 Milliarden Euro auf mindestens 2,4 Milliarden Euro erhöht und könnten auf 3 Milliarden Euro klettern. Hartung wollte sich zur Höhe des möglichen Schadens nicht äußern. An dem Projekt sind neben RWE 23 Stadtwerke beteiligt, die zusammen 23 Prozent halten.

Quelle: DPA