Schlüsselposition

RWE gewinnt Bieterverfahren um Privatisierung der tschechischen Gaswirtschaft

Für 4,1 Milliarden Euro hat RWE an sechs der acht zur Privatisierung ausgeschriebenen tschechischen Gasunternehmen die Mehrheit erhalten. Damit steigt das Unternehmen mit 94 000 Kilometern Leitungslänge zum zweitgrößten Pipelinebetreiber in Europa auf.

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Der RWE-Konzern baut sein Kerngeschäft Gas außerhalb Deutschlands deutlich aus. Das Unternehmen hat jetzt das Bieterverfahren um die Privatisierung der tschechischen Gaswirtschaft gewonnen. Ausgeschrieben waren 97 Prozent der Anteile am nationalen Gasversorger Transgas sowie jeweils zwischen 46 und 58 Prozent an den acht regionalen Gasversorgungsunternehmen. An sechs der acht regionalen Gasunternehmen erhält RWE die Mehrheit.

Der Angebotspreis beträgt 4,1 Milliarden Euro. Dr. Dietmar Kuhnt, Vorstandsvorsitzender der RWE AG: "Durch diese Akquisition wird RWE mit dann mehr als vier Millionen Endkunden die neue Nummer vier im europäischen Gasmarkt sein. Darüber hinaus sichert die Transaktion eine strategische Schlüsselposition im hochprofitablen europäischen Erdgastransitgeschäft." Transgas verfügt über eine der Haupttransitpipelines für den Transport von russischem Erdgas nach Westeuropa, über die etwa 20 Prozent der gesamten westeuropäischen Gasnachfrage transportiert wird. Mit dem Erwerb von Transgas rückt RWE mit dann insgesamt 94 000 Kilometer Leitung zum zweitgrößten Pipelinebetreiber in Europa auf.