Kohlendioxidminderung

RWE forscht an Techniken für zukünftige Kraftwerksgenerationen

RWE Power hat bei der Erprobung seiner Verfahren zur Wirbelschicht-Trocknung mit interner Abwärmenutzung (WTA) einen Versuch zur Trocknung von knapp 1400 Tonnen australischer Braunkohle in der Wirbelschichtversuchsanlage in Frechen erfolgreich abgeschlossen.

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Essen (red) - Mit dem WTA-Verfahren könne der Wirkungsgrad modernster Kraftwerke um weitere knapp zehn Prozent gesteigert werden, teilte das Unternehmen mit. Zur kommerziellen Einführung dieser Technologie werde zurzeit der Genehmigungsantrag für den Bau und Betrieb einer WTA-Prototypanlage am Standort Niederaußem vorbereitet. Die Investitions- und Betriebskosten des Projektes belaufen sich laut RWE auf knapp 40 Millionen Euro.

Darüber hinaus beteiligt sich RWE Power an mehreren Projekten, die sich mit der Erhöhung der Dampfparameter in neuen Kraftwerken befassen. Ziel ist auch hier eine weitere Steigerung des Wirkungsgrades. Gemeinsam mit Partnern wird derzeit die Komponententestanlage für ein 700-Grad-Kraftwerk in Scholven errichtet. Dieses Projekt wird von der EU gefördert.

"Die breit gefächerten Entwicklungsaktivitäten von RWE sind darauf ausgerichtet, sowohl im langfristigen, insbesondere aber auch im kurz- und mittelfristigen Horizont attraktive zukunftsweisende Lösungen für die Kraftwerkstechnik zu realisieren. Hiermit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Kohlendioxid-Minderung und Ressourcenschonung", erläuterte Dr. Johannes Lambertz, Vorstandsmitglied der RWE Power und zuständig für den Bereich Forschung und Entwicklung.