Strom-News
AnkündigungZum 1. August erhöht der Essener Versorger die Strompreise. Um 1,79 Cent pro Kilowattstunde wird der Preis angehoben, wie der Konzern am Freitag mitteilte. Verantwortlich sei in erster Linie die Umlage für erneuerbare Energien. Zudem soll es ein neues Stromprodukt mit einer dreijährigen Preisgarantie geben.
Essen (red) - Die Strompreise in der Grundversorgung erhöht RWE zum 1. August 2010. Der Verbrauchspreis erhöht sich netto um 1,5 Cent/kWh, das sind 1,79 Cent/kWh inklusive Umsatzsteuer. Mit der Preisanpassung würden nach Angaben des Versorgers hauptsächlich höhere Umlagen aus dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) sowie gestiegene Beschaffungskosten weitergegeben.
Zum 1. Januar 2010 ist die EEG-Umlage um rund 55 Prozent gestiegen. Diese Erhöhung habe die RWE Vertrieb AG länger als ein halbes Jahr in seine Stromtarife nicht einfließen lassen, hieß es. Für Haushaltskunden mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 3.500 kWh pro Jahr bedeutet die Preiserhöhung eine Mehrbelastung von monatlich 5,22 Euro inklusive Umsatzsteuer. Das entspricht einer Erhöhung der Strompreise von rund 7,3 Prozent. Die Kunden sollen in den nächsten Tagen davon unterrichtet werden.
Mit dem neuen Produkt "RWE Strom 36max" können RWE-Privatkunden künftig von einer dreijährigen Preisgarantie profitieren. Der Festpreis gilt bis zum 30. Juni 2013, ausgenommen seien lediglich Änderungen bei Steuern und Abgaben oder der Umlage aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz. Kunden können den Vertrag ihrerseits schon nach zwei Jahren kündigen. Das Angebot ist bis zum 31. Juli 2010 befristet. "RWE Strom 36max" ist 0,23 Cent/kWh günstiger als die ab 1. August 2010 geltenden Allgemeinen Preise der Grundversorgung.
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Der Stromkonzern RWE plant nach eigenen Angaben keine neuen Kohlekraftwerke mehr. Unter den jetzigen Rahmenbedingungen sei es "in der EU nicht wirtschaftlich, neue Kohlekraftwerke in Angriff zu nehmen", sagte RWE-Strategievorstand Leonhard Birnbaum in einem Interview.
Die von der Bundesregierung angestrebte Laufzeitverlängerung für die 17 deutschen Atomkraftwerke wird einer neuen Studie zufolge die Stromkosten der Verbraucher nicht spürbar beeinflussen. Mit vorgeblich deutlich sinkenden Strompreisen werben die Verfechter von längeren Atomlaufzeiten - möglicherweise zu Unrecht.
Die von der Regierung geplante Brennelementesteuer für Energiekonzerne könnte eine vierköpfige Familie mit rund 60 Euro im Jahr für Strom belasten. Jedoch ist noch völlig unklar, ob die Steuer umgelegt werden kann und wird. Die Beschaffungskosten der Stromkonzerne dürften durch die Steuer nämlich nicht steigen.
Die Inflationsrate in Deutschland ist im Mai gestiegen. Im vergangenen Monat hätten die Verbraucher für ihren Lebensunterhalt 1,2 Prozent mehr ausgeben müssen als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag unter Berufung auf endgültige Zahlen mitteilte. Wichtiger Preistreiber: hohe Strompreise.
Ökostrom wird immer beliebter. Bereits jeder Dritte entscheidet sich beim Stromanbieter-Wechsel für Klimaschutz, wobei die Großstädte Berlin und Hamburg im Vergleich vorne liegen. Ökostrom kann sogar günstiger sein als herkömmlicher Strom, beim Preisvergleich sollte man auch auf Gütesiegel achten.Strompreise vergleichen
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