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11.11.2010, 14:39 Uhr

Strom-News

14 Prozent mehr Umsatz

RWE erhöht Strompreise trotz hoher Gewinne (Upd.)

Der Stromanbieter RWE will trotz seiner Milliardengewinne zum Jahreswechsel die Strompreise auf breiter Front erhöhen. Inzwischen wurde ein Pressebericht dementiert, demzufolge rund 2000 Stellen gestrichen werden sollen. RWE räumte jedoch ein, Modelle für Altersteilzeit zu prüfen.

Essen (dapd/red) - Der Stromanbieter RWE plant einem Zeitungsbericht zufolge im Zuge der Umstrukturierung den Abbau von rund 2.000 Arbeitsplätzen. Betroffen seien die Gesellschaften RWE Power in Dortmund sowie die künftige RWE Deutschland AG, berichteten die Zeitungen der Essener WAZ-Mediengruppe (Donnerstagausgabe) vorab.

RWE hat diese Zahl inzwischen dementieren lassen, sie sei "völlig spekulativ und weit überhöht". Eine Sprecherin sagte aber, das Unternehmen prüfe derzeit ein Altersteilzeitmodell für Mitarbeiter dieser beiden Gesellschaften. Bei RWE besteht dem Blatt zufolge in Deutschland noch bis 2012 ein Beschäftigungssicherungsvertrag, der betriebsbedingte Kündigungen ausschließt.

Von Januar bis Ende September erzielte der Essener Stromanbieter mit 38,5 Milliarden Euro einen um 14 Prozent höheren Umsatz als im Vorjahreszeitraum. Dazu trug der im vergangenen Jahr erworbene niederländische Versorger Essent bei, wie der DAX-Konzern am Donnerstag mitteilte. Niedrigere Gaspreise hätten sich indes gegenläufig ausgewirkt.

Für die kommenden Jahre kündigte der Konzern hohe Belastungen an. Dazu zählten unter anderem die staatlichen Auflagen für die Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken. Die Brennelementesteuer werde ab 2011 das Betriebsergebnis um jährlich 600 bis 700 Millionen Euro schmälern, hieß es.

Die von allen Kunden mit der Stromrechnung bezahlte, gesetzlich geregelte EEG-Umlage zur Förderung von Wind- und Sonnenenergie steigt zum Jahreswechsel um rund 1,5 Prozent pro Kilowattstunde und führt auch bei RWE zu höheren Strompreisen. Der Konzern werde diese Mehrbelastung "nicht in vollem Umfang an die Kunden weitergeben", hieß es. Der Wettbewerb und die gesunkenen Börsenpreise dämpften den Preisanstieg. Zur genauen Höhe der Anhebung machte der Manager keine Angaben. Dies werde von den Regionalgesellschaften auch aufgrund der unterschiedlichen Wettbewerbssituation festgelegt.

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