Zum 1. Oktober

RWE erhöht Preise für Wärmestrom

Zum 1. Oktober erhöht der Energieriese RWE die Preise für Wärmestrom in der Vertriebsregion Rhein-Ruhr um etwa neun Prozent und im Gebiet Westfalen-Weser-Ems um 12,5 Prozent. Verbraucherschützer halten die Erhöhung für überzogen. RWE begründete sie mit gestiegenen Einkaufskosten.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Essen (ddp-nrw/sm) - Der Energiekonzern RWE plant laut einem Pressebericht eine deutliche Erhöhung der Preise für Wärmestrom. In der Vertriebsregion Rhein-Ruhr sollen die Preise ab 1. Oktober dieses Jahres um etwa neun Prozent und im Gebiet Westfalen-Weser-Ems um 12,5 Prozent steigen, wie die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" (WAZ) in Essen meldet (Mittwochausgabe). Insgesamt seien 260 000 Kunden betroffen, hieß es.

Nach Berechnungen von RWE muss sich ein durchschnittlicher Haushalt mit einem Verbrauch von 9000 Kilowattstunden auf eine jährliche Mehrbelastung von 84 Euro (Region Westfalen) beziehungsweise 69 Euro (Rhein-Ruhr-Region) einstellen. Bereits zum Jahreswechsel hatte RWE die Wärmestrompreise deutlich erhöht.

RWE begründet die Preiserhöhung mit gestiegenen Einkaufskosten und größeren gesetzlichen Belastungen. Verbraucherschützer halten die Erhöhung dagegen für überzogen. "Der Preisanstieg ist nicht vertretbar", sagte Holger Krawinkel vom Bundesverband der Verbraucherzentralen der WAZ.